Greenwashing, was bedeutet das?
Warum setzen Unternehmen auf Greenwashing, um ihre Produkte zu vermarkten?
Der Begriff Greenwashing bedeutet nicht nur "irreführende Werbung", sondern bezeichnet auch betrügerische Praktiken, die im Kontext der Ökologie und des Kampfes gegen den Klimawandel stehen.
Marken, die dieses falsche Image verwenden, wählen lieber den einfachen Weg, als zum Wohlergehen unseres Planeten beizutragen.
Die Umstellung auf ein umweltbewusstes Geschäftsmodell würde Änderungen in der Praxis und damit Investitionen bedeuten. Da die Verbraucher immer mehr Wert auf Umweltfreundlichkeit legen, nutzen Greenwashing-Akteure die Gelegenheit, um sich ein gutes Image zu verschaffen und so ihre Umsätze zu steigern.
Welche Strafen gibt es für Greenwashing?
Es handelt sich um eine Praxis, die seit 2021 als illegal gilt und mit zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 300.000 Euro bestraft wird. Diese kann auf 80 % der Ausgaben für die Durchführung der Werbung oder der Praxis, die sich des Greenwashing schuldig gemacht hat, erhöht werden.
Da Greenwashing heutzutage kontrolliert wird und verpönt ist, könnte man meinen, dass nur noch wenige Unternehmen diese irreführende Praxis anwenden. Dennoch greifen viele Unternehmen noch immer auf diese Praktiken zurück, um ihr Image aufzupolieren.
Einige Beispiele, um dies zu veranschaulichen...

Greenwashing in der Kosmetikbranche :
Marken, die ihre Produkte als "silikon- und parabenfrei" bezeichnen, ersetzen diese sehr oft durch drei andere schädliche Produkte: Methylisothiazolinon, Formaldehydfreisetzer und Phenoxyethanol.
Bleiben Sie beim Lesen der Produktetiketten wachsam: Sie sollten Produkte vermeiden, die für die Umwelt und Ihre Gesundheit schädlich sein können. Informieren Sie sich also gut und nutzen Sie Anwendungen wie Yuka, um diese Produkte zu bewerten.
Greenwashing in der Textilbranche :

Die Marke H&M hat 2019 eine Kollektion auf den Markt gebracht, die "aus recycelten Stoffen" hergestellt wird, aber es wurde festgestellt, dass diese nur einen sehr kleinen Teil der Kleidung ausmachen. Diese Art von Unternehmen kann sich kaum als "umweltbewusst" oder "umweltfreundlich" bezeichnen, da ihre Kollektionen ständig erneuert werden, was zu Überbeständen führt und somit zu einem großen Teil der CO2-Emissionen beiträgt.
Greenwashing in der Luftfahrtbranche:

Die Fluggesellschaft Lufthansa hat eine Werbekampagne gestartet, in der sie den Planeten Erde und einen Baum als Illustrationen verwendet. Wie wir alle wissen, ist Fliegen alles andere als umweltfreundlich. Dennoch versucht die Fluggesellschaft, die Verbraucher zu täuschen, indem sie ihre Flugzeuge mit ökologischen Symbolen in Verbindung bringt und so den Anschein erweckt, dass ihre Fluggesellschaft zum Wohlergehen des Planeten beiträgt.
Diese irreführende Werbung wird sie einen Antrag auf Änderung oder Einstellung der Kampagne kosten, den das JEP beantragt hat.
Greenwashing im Lebensmittelbereich:

Volvic brachte 2010 eine Flasche mit pflanzlichem Ursprung heraus, obwohl diese nur zu 20 % aus pflanzlichem Ursprung besteht. Um ihre Lüge zu untermauern, heben sie in ihrer Werbung die Farbe Grün hervor, um das ökologische Argument zu untermauern.
Volvic hat auch sein eigenes Label "pflanzliche Flasche" geschaffen, das die Verbraucher in die Irre führt, indem es mit dem Qualitätspfand spielt, das es suggeriert. Im Sinne einer ehrlicheren Kommunikation sollte es entfernt werden.
Greenwashing im Dienstleistungssektor:
Skyscanner bietet seinen Verbrauchern einen Flugvergleich mit einer umweltfreundlichen Auswahl an. Viele Flüge werden als "umweltfreundlich und mit weniger CO2" bezeichnet.
Beispielsweise wird ein Flug von Paris nach Nantes über Barcelona als umweltfreundlich bezeichnet, aber nachdem man sich tiefer in die Materie eingearbeitet hat, ist das Urteil nicht überraschend:
Paris - Nantes mit dem Zug: 2 kg CO2.
Paris - Nantes mit dem Flugzeug, direkt: 88 kg CO2
Paris - Nantes mit dem Flugzeug, über Barcelona: 289 kg CO2.
Die Verbraucher sind sich dieser Informationen nicht bewusst. Diese Website verzeichnet 5 Millionen Besucher pro Monat, was eine große Anzahl von Menschen bedeutet, die Opfer von Fehlinformationen sind.
Ein schädlicher Einfluss auf die Umwelt, der hätte vermieden werden können.
Unsere Tipps, um Greenwashing zu erkennen:
*Ein Unternehmen, das Reden über seine umweltfreundlichen Werte hält, aber nicht ins Detail geht und in seinen Reden sehr oberflächlich bleibt.
*Lesen Sie die Etiketten der Produkte sorgfältig, vorwiegend jene mit dem Hinweis "ohne ...", der den Käufer auf den ersten Blick überzeugt, obwohl möglicherweise andere giftige Stoffe verwendet wurden.
*Marken, die Greenwashing betreiben, neigen dazu, die Farbe Grün zu verwenden, um damit zu prahlen, und alle ihre Verpackungen in dieser Farbe zu gestalten; man sollte dem Anschein misstrauen und sich gründlicher informieren, wenn das Aushängeschild zweifelhaft ist.
*Sich über bestehende Labels zu informieren: manche Unternehmen gründen ihr eigenes, ohne eine Kontrolle durchzuführen.
*Bewerten Sie die Übereinstimmung zwischen den Aussagen und den Handlungen eines Unternehmens.
Weitere Tipps gegen Greenwashing:
Verwenden Sie die "Yuka-App" auf Ihren Kosmetikprodukten, um herauszufinden, ob die Zusammensetzung des Produkts wirklich gesund ist.
Benützen Sie "The Goodgoods«, um mehr über die Verpflichtungen einer Textilmarke zu erfahren.
Teilen diesen Inhalt